Sonntagabend in Basel ankommend, staune ich über die warme Luft und wie voll die Stadt ist. Die Straßenbahn fährt auch sonntags alle 10 Minuten. Ich sehe offene Supermärkte und werde unsicher: Habe ich mich im Tag vertan? Mir eingeredet, dass Sonntag ist? Öfters habe ich das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wo ich bin und welcher Tag es ist. Nein, es ist einfach nur Schweiz.
Irgendetwas wird gefeiert, eine Kirmes im alten Stil mit Riesenrädern und Karussels. Mit Kindern und Zuckerwatte. Sogar den Tour Eiffel bietet die 170.000-Einwohner-Stadt auf, die mit 1100 Stiftungen mehr Stiftungen beherbergt, als drei deutsche Flächenbundesländer gemeinsam:

Ich kaufe 100g heisse Maroni zu moderaten CHF 4,00.-: Sie sind köstlich weich und saftig. Im Vorbeigehen verdrücke ich noch Fast-Food, weil ich auf dem Weg in die Spätschicht bin.
So verrinnt dieser milde Abend. Ehe ich auf Gedanken kommen kann, sitze ich bereits wieder in der Tramlinie 14, um zu meinem kostenlosen Parkplatz an der St. Albans-Anlage zu gelangen. Die Tram ist leer.
Sie erinnert mich ein bißchen an Oslo und Stockholm.
Komisch, dass ich in letzter Zeit Bilder von mir zeige. Viele Blogger vermeiden das wie die Pest. Aber ich blogge ja auch nicht, sondern berichte. Ich bin Fotoreporter.












