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21. Aug. 2009

Vor ein paar Tagen versuchte ein Virus vergeblich, in mich einzudringen. Die schlechte Nachricht für Viren: Seit einer anthroposophisch-homöopathischen Behandlung durch den Berliner Arzt Dirk Arntzen im harten Winter des Jahres des Herrn 1989 haben Viren bei mir keine Chance mehr. Damals kam ich mit einer fast schon chronischen, eitrigen Mandelentzündung zu ihm. Ich: ein unruhiger und überforderter junger Familienvater. Arntzen gab mir glaube ich Mercurius D 12 und sagte zu mir: “Sie werden jetzt noch einmal starke Schmerzen haben und dann wird es nie wiederkommen.”
Was er nicht sagte, war, dass auch normale Grippe- und Erkältungsviren unter den von ihm damals ausgesprochenen Bann fielen. Dumm gelaufen – für die Viren.

Modell der Funktionsweise von Viren
Modell der Funktionsweise von Viren

Ich kann nur feststellen: Wenn Viren so clever sind, wie hier dargestellt, dann ist die Immunisierung gegen sie als grafisches Modell kaum mehr darstellbar, denn irgendwo muss ja ein Befehl gespeichert sein, Viren zu erkennen und zu löschen. Nur wo? Im Blut? Im Gehirn? Pharmakologen würden für dieses Wissen ein Vermögen geben.
Auch Weltanschauungen – und zwar gerade die ganz vernünftig auftretenden – versuchen, in ein geschwächtes Immunsystem einzudringen.
Dies geht zum Beispiel besonders gut bei Studenten der Betriebswirtschaft, wie das folgende Studienplanmodell der Universität Bielefeld zeigt:

netzplan uni bielefeld

Nachdem in nur 6 Semestern der Virus vollständig eindringen konnte, können die Wirte (Betriebs- und Volkswirte) nun den Virus selber weitertragen, wobei er mutiert. Vom einfachen, leicht zu bekämpfenden Rationalitätsvirus
(siehe Abbildung)

DeduktionRationalismus01

Wird er zur schwerer zu bekämpfenden Projekttheorie (siehe Abbildung)

Projektmodell

….um sich dann derart zu tarnen, dass nur äußerst sensibilisierte Immunsysteme in der Lage sind, ihn überhaupt noch als den Virus der Rationalität wahrzunehmen, da er dazu neigt, alle Begriffe zu infizieren, wie die folgende Abbildung zeigt:

t00274

Was bleibt, ist die Frage, wie man sich gegen virusartigen Rationalismus schützen kann, mit welchen Medikamenten in welcher Dosierung. Ich denke: Ohne eine ausführliche Anamnese, wie sie Dirk Arntzen bei mir vorgenommen hat, wird es schwer sein, ein Entsprechungsmittel zu finden.

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11 Kommentare »

  1. CAS schreibt:

    Hübsche Geschichte – mehr nicht und dazu sehr Zweifelhaft.
    Es hieße übrigens korrekt: das Virus.
    Wobei umgangssprachlich auch der Virus gesagt wird.
    Zunächst stellt sich bei dieser “Story” die Frage, woher der Autor wusste, dass es ein Virus war das “versuchte…in ihn einzudringen”? Hat er es gesehen als es an ihm abprallte oder war es bereits in seinem Körper und er hat sein Blut auf das Virus untersucht? Dann war es ja aber schon drin und mithin das Eindringen kein Versuch mehr! Oder mutmaßt er nur über einen mögl. Erreger? Wir wollen ‘mal zu Gunsten des Autors annehmen er meinte das eingedrungene Virus habe vergeblich versucht sich in seinem Körper auszubreiten/vermehren – obwohl wir natürlich nicht wissen, ob es überhaupt ein Virus war.
    Weiter geht die Geschichte mit einem Berliner Arzt, der angeblich eine akute Tonsillitis mit einem Quacksalber- ääähhh Quecksilberpräparat der Verdünnungsstufe D12 behandelte. Auf http://www.weleda.de heisst es:

    “In schweren akuten oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen kann, um einen körperlichen Zustand zu stabilisieren, zunächst nicht auf den Einsatz konventioneller Medizin verzichtet werden.”

    Nun ist der Geschichte nicht zu entnehmen, ob es weitere Pharmaka zur “Behandlung” (Antibiotikum) gab oder nur Mercurius D12. Auch ist nicht beschrieben, was der Auslöser der Tonsillitis war. Es wird der Eindruck erweckt, die Tonsillitis war viraler Genese – meist sind jedoch Bakterien der Auslöser. Ob eine entsprechende Diagnostik bezüglich Erreger erfolgte wird ebenfalls nicht erwähnt. Aus dem Kontext schließe ich ‘mal das es nicht so war und die “Therapie” blind erfolgte.
    Im Sinne des obigen Anthro-Pharma-Unternehmens war die Vorgehensweise des behandelnden Arztes wohl eher nicht!
    Seit “Therapie” meint der Autor hätten Viren keine Chance mehr bei ihm. Ob das auch für FSME, HIV, Rotaviren, Hepatitis, Norovirus usw. gilt? Wahrscheinlich eher nicht und ich denke nicht, dass der Autor das unter Beweis stellen wird. Dann gibt der Autor noch zu erkennen, dass er offenbar noch nie etwas von Immunsystem, Impfen, Antikörpern etc. gehört oder gelesen hat, was in Anthrokreisen allerdings nicht ungewöhnlich sein dürfte.
    Seine Unkenntnis überträgt er dann noch auf “Pharmakologen” (Immunologen wäre dabei der korrekte Begriff gewesen), die ganz sicher längst wesentlich mehr Wissen über Viren und die von ihm aufgegriffenen Prozesse haben als er sich vermutlich vorstellen kann.
    Der obige Text ist außerdem ein schönes Beispiel für die offensichtlich vorherrschende Vernachlässigung der Naturwissenschaften an der Waldorfschule oder wie soll man
    Sich so viel Unkenntnis sonst erklären?
    Da erübrigt es sich auf den Rest des Textes auch noch einzugehen.
    Selbst wenn die Tonsillitis nach der Hokuspokus-Behandlung verschwunden waren gilt: danach ist nicht deswegen!
    Vielleicht schadete es dem Autor nicht, selbst etwas mehr Rationalismus an den Tag zu legen bevor er es anderen ankreidet.

    PS:
    Wenn die höher potenzierten Stoffe (hier Mercurius D12) besser wirken als niedrigere Potenzen, frage ich mich warum von den Anwendern oder Verordnern keiner 5gr. D0 Quecksilber zu sich nehmen will? Es dürfte doch rein gar nichts passieren? Oder stimmt die Theorie dahinter am Ende doch nicht?

    4. Okt. 2009 | #

  2. alexanderdill schreibt:

    Es ist in der Tat ganz ohne Antibiotikabeigabe gelungen. Natürlich wußte ich gar nichts über meinen Virus, nur, dass die normalen Ärzte die Mandeln entfernen wollten. Und was die Viren angeht, so kann ich das nur für Grippe, Erkältung und Margen-Darm-Viren sagen, nicht für weitere, gefährlichere Viren.
    Ich habe die Geschichte erklärt, wie sie war. Mit dem Immunsystem muß die Behandlung jedenfalls zu tun gehabt haben und selbst wenn dies ein anthroposophisches Placebo gewesen sein sollte, dann war es doch sehr erfolgreich, oder?
    CAS, ich finde Ihren Kommentar eine Überreaktion auf eine kleine, wahre und außerdem vielleicht sogar lehrreiche Geschichte.

    5. Okt. 2009 | #

  3. CAS schreibt:

    Na sowas Herr Dill, erst haben Viren keine Chance mehr bei Ihnen, dann nur noch bestimmte. Erst war es ein Virus, auf das ja wohl auch behandelt wurde, dann wissen Sie nichts von Ihrem Virus. Ja was gilt denn jetzt eigentlich? Und was sind denn normale Ärzte? Ich vermute, anthrop. Ärzte sind nicht normal wollen Sie damit zum Ausdruck bringen? Der Schluss liegt nicht völlig fern, das gebe ich zu! Was genau für das Ausheilen der Tonsillitis ursächlich war kann man wohl nicht mehr eruieren aber Möglichkeiten gibt es jede Menge. Vielleicht haben Sie es ruhiger angehen lassen, sich geschont, Bewegung oder Ernährung umgestellt, sind mit dem Bus gefahren oder die Beschwerden sind von allein besser geworden, just als Sie den Glaubulitherapeuten aufgesucht hatten. Wer weiß? Ich habe ganz ohne Quacksalberbesuch keine solchen Erkrankungen – deswegen, wer weiß? Mein Opa ist Jg. 1906 und war noch nie bei einem Anthro-Arzt oder Homöopathen vielleicht geht es ihm gerade deshalb so gut?
    Ein Medikament sollte eine über Placebo hinausgehende Wirkung haben, die sich quantifizieren läßt und das unter randomisierten, kontrollierten Bedingungen ansonsten kann der “Arzt” auch gleich Gummibärchen verteilen – ist billiger!

    10. Okt. 2009 | #

  4. Foersterliesel schreibt:

    …..statt Gummibärchen kann er in schlecht randomisierten Untersuchungen die in Afrika (dort ist es billiger!) durchgeführt wurden erprobte Präparate mit nebenwirkungsreichen Wirkstoffen verteilen, die teuer sind. Teuer für Kassen und Kassenbeitragszahler. Und die Hersteller werdens ihm danken: mit Kulis, Mäppchen, Taucherreisen und einem gratis-Ordinationsprogramm für den PC das immer die eigenen Produkte für verschiedene Indikationen anzeigt…

    10. Okt. 2009 | #

  5. CAS schreibt:

    @Foersterliesel
    Tja, es ist nun einmal so, dass Medikamente, die einen Wirkstoff enthalten auch Nebenwirkungen haben können. Das wird getestet und steht auch im Beipackzettel. Der Nutzen eines Präparates muss gegeben sein und die Nebenwirkungen überwiegen, sonst erfolgt keine Zulassung. Nur wenn nix drin ist das wirkt (i.d.R. homöopathische und anthroposophische Mittelchen u.a.m.), gibt es keine Nebenwirkungen (außer vielleicht Karies vom Zucker in den Glaubuli). Sonst gäbe es doch aus der Richtung längst Anästhetika oder Immunsuppressiva oder Antiobiotika oder Antikonvulsiva oder….aber es ist eben nicht so.
    Ein Arzt kann natürlich an Patienten Musterpräparate verteilen (sofern er diese nicht selbst für Bekannte oder Verwandte nimmt, was gerne gemacht wird und dann wird halt was billiges anderes dem Patienten verordnet) aber dafür bekommt er nichts. Wenn er etwas bekommen sollte, dann höchstens für Verordnungen, nicht jedoch fürs Musterverteilen!
    Ob jeder Hersteller sein eigenes PC-Programm für den Arzt hat, das dieser dann jeweils ja auch noch installieren müsste, kann ich für Österreich nicht beurteilen (mag sein, dass es so ist)- in Deutschland ist es nicht so.
    Darüber hinaus finden Sie vor sehr vielen Kreißsälen Weleda Produktflyer bekommen Sie bei vielen Hebammen Glaubuli und bieten auch Firmen wie z.B. (achtung extremer Schwurbelalarm) LQ/lifelight/Töth Veranstaltungen mit Abendessen etc. an.
    Da besteht hinsichtlich Marketing und “Sponsoring” wenig Unterschied – hinsichtlich “Präparatewirksamkeit” schon.
    Ach ja und welche Präparate wurden denn in Afrika in schlechten RCT erprobt?

    19. Okt. 2009 | #

  6. Foersterliesel schreibt:

    nachdem in Indien die Preise für Studien angezogen haben, ist Südafrika im Geschäft. Die Probanden werden mit Einkaufsgutscheinen billigst abgefertigt. Über die Vergleichbarkeit westeuropäischer Patient/Soweto Armutsbevölkerung, Mann/Frau, Erwachsener/Kind könnte man lange Arbeiten schreiben.
    Die Anthroposophische Medizin agiert in Kooperation mit der Schulmedizin, Steiner hat da ganz klare Vorgaben gemacht, es ging ihm nicht um “Kräuterdoktoren”.
    Die moderne Medizin ist sehr gut bei Akutfällen und bei Eingriffen, weniger gut in der Behandlung chronischer Leiden.
    Glücklicherweise gibts auch Marketing für Anthropos.Präparate, dadurch werden Mütter darauf aufmerksam!
    Bei den Preisen allerdings gibts erhebliche Unterschiede zu den allopathischen Präparaten, die durch die von der Pharmafirmen immer angeführetn Forschungskosten überhaupt nicht gerechtfertigt sind. In Österreich gibts schon lange einen etablierten pharmakritischen Journalismus , z.B der alte Klassiker “Bittere Pillen”

    20. Okt. 2009 | #

  7. CAS schreibt:

    Was ist denn bitte Schulmedizin? Fällt das in die gleiche Kategorie wie Schulphysik, Schulchemie, Schultheologie, Schulanthroposophie, Schulpsychologie, Schulpädagogik und Schulastronomie sowie Schulmusik?

    Diabetes Typ 1, KHK, COPD und Hypertonie, AIDS, Epilepsie, Nierenversagen etc. sind Chronische Erkrankungen wo hilft z.B. bei Diabetes Typ 1 ein anthroposophisches Mittel besser/überhaupt oder bei AIDS oder bei Epilepsie?
    “Bittere Pillen” nennt für anthroposophische Präparate und für Homöopathie keine Wirkung über Placebo. Das ist zutreffend, so ist nun einmal die Datenlage.

    Zitat von Bittere Pillen:
    “Auffällig ist, dass die Erfolge der Homöopathie bei jenen Erkrankungen am größten sind, bei denen Placebo-Effekte bei rund der Hälfte der Patienten nachgewiesen sind (z. B. bei Schlaflosigkeit, Verstopfung, Angina Pectoris). In anderen Krankheitsgebieten – wie z. B. Infektionen und Leukämien –, bei denen wirksame Arzneimittel zur Verfügung stehen, haben homöopathische Methoden bisher nichts bewirkt.”
    “Es gibt keinen Nachweis, dass homöopathische Arzneimittel mehr bewirken als Placebos (Scheinmedikamente).”

    Davon abgesehen sind die “Informationen” bei “Bittere Pillen” mit Vorsicht zu genießen. Die Darstellung der Homöopathie läßt Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommen (an der Darstellung, nicht an der fehlenden Wirksamkeit).

    Ich habe selbst als Proband an mehreren Medikamenstudien teilgenommen. Diese waren jedesmal in Deutschland und in Zeitschriften finde ich immer wieder Anzeigen wo Probanden gesucht werden. Es gibt jedesmal auch immer nur eine kleine Aufwandsentschädigung.
    Als ich wegen einer Erkrankung im Familienkreis nach neuen Therapieverfahren (echte Therapien!) gesucht habe, bin ich ebenfalls auf viele Studien an Unikliniken oder bei Firmen in Zusammenarbeit mit Unikliniken gestoßen. Seltsamerweise alle im Inland. Natürlich müssen bei groß angelegten Studien auch unterschiedliche Ethnien berücksichtigt werden, vielleicht erklärt das die Studien in Südafrika? Woher sind denn die Quellen für diese “Verschwörungstheorien”?
    Zum Preisargument: Wasser, Alkohol oder Zucker (sonst ist ja meistens nichts enthalten) erfährt bei anthrop. und homöopath. Präparaten ganz gehörige Aufschläge, einfach ‘mal den Kilo- oder Literpreis ausrechnen und staunen.
    Welche Vorgaben Steiner gemacht hat ist ohne Belang, er war weder Mediziner noch Wissenschaftler er war Philosoph und hat gerade so seine Promotion bestanden – heute könnte er noch nicht einmal promovieren, so ohne abgeschlossenes Studium.
    Das was Steiner fabuliert hat wirkt erwiesenermaßen nicht, auch wenn in anthrop. Kreisen gerne zwanghaft versucht wird alles mögliche mit Steiner zu erklären und Belege für die Belastbarkeit seiner Aussagen zu finden. Die Waldorfschulen erfüllen bis heute nicht das Ziel, wofür sie gegründet wurden – ganz im Gegenteil.
    Dazu kommt, die Dornacher “Hochschule” sowie alle möglichen “Informationsorgane” der Anthroposophie haben sich nicht entblödet “Lichtessen” für bare Münze zu nehmen oder gar nach Erklärungen dafür zu suchen. Fehlen dürfen dann auch nicht Elementargeister und Engel, die aber nur mit ganz bestimmten Menschen kommunizieren. Auch darüber wird in den einschlägigen Magazinen berichtet.
    Naturwissenschaftlicher Unterricht in der WS statt Eurythmie wäre vielleicht sinnvoller, da käme man dann vielleicht auf die Idee das Hirn zu benutzen oder ist die “Erziehung zur Freiheit” bloß eine Worthülse? Ich verstehe unter Freiheit jedenfalls auch nachzuprüfen, ob etwas plausibel oder wie wahrscheinlich etwas ist und nicht alles gleich so zu glauben. Wenn etwas unserem Weltbild – das ganz sicher unvollkommen ist – so gravierend widerspricht, dann müssen schon gewichtige und plausible Argumente angebracht werden und man muss die vorgebrachten Behauptungen besonders genau prüfen.
    Naja, vielleicht ist ja auch die Steinersche Pädagogik nicht so “wirkungsvoll” wie gerne suggeriert wird und das kritische Denken wird halt etwas vernachlässigt?

    21. Okt. 2009 | #

  8. CAS schreibt:

    Sorry für Doppelpost
    Ergänzung:
    Mit “Lichtessen” ist “Lichtnahrung” und der damit angeblich mögliche Verzicht auf konventionelle Ernährung gemeint.

    21. Okt. 2009 | #

  9. Alexander Dill schreibt:

    Also, ich habe noch von keiner Placebo-Studie bei chronischer, eitriger Mandelentzündung gehört. Auch würde ich bei einer solchen nicht “Bittere Pillen” lesen, sondern zu einem leibhaftigen Arzt gehen. Ich ging zu einem anthroposophisch-homöopathischen und setzte die Antibiotika auf seinen Ratschlag hin ab. Seitdem – 20 Jahre – habe ich keine Mandelentzündung mehr bekommen. Es hat also eine nachgewiesene Heilwirkung ohne Allopathie gegeben. Dazu Samuel Hahnemann in seinem “Organon der Heilkunst”:
    http://www.homeoint.org/books4/organon/org020.htm
    Gesundheit wird nicht ex cathedra entschieden, sondern vollzieht sich im dialogischen Prozess zwischen Arzt und Patient. Ich werde am 26.10.2009 in der neurologischen Spezialklinik von Valens, Schweiz, (http://www.klinik-valens.ch) vor den Ärzten einen Vortrag über “Mündigkeit und Krankheit” halten, in dem ich dieses Beispiel auch erwähnen möchte. Bei mir geht es um die Wechselwirkung zwischen Lebenseinstellung und Krankheit, die ich im Vergleich von Krebskranken und Multiple-Sklerose-Kranken aufzeige, die ich selbst befragt habe.

    21. Okt. 2009 | #

  10. Foersterliesel schreibt:

    letzte Replik (dann ist Schluß): Sie kommen ja vom Hundertsten ins Tausendste: sich über Steiners Promotion alterieren, außer Acht lassen daß die Waldorfschulen ein großer Erfolg und komplett überrannt sind, beim Thema Lichtessen vergessen daß Yogipraktiken bereits gut beforscht sind….
    mir bleibt nur, Ihnen zu wünschen daß es mit Ihrer Promotion klappt und daß Sie nicht weiter gezwungen sind als Proband an med. Studien teilzunehmen (die natürlich auch hier stattfinden, den Instituten Geld und manchen Leuten Habil-möglichkeiten bringen).
    Und wenn Sie sich für die allopathische Medikation entscheiden, bleibt Ihnen dies ja unbenommen.

    21. Okt. 2009 | #

  11. CAS schreibt:

    Moment ‘mal, wer hat denn vom Thema um das es ging (Viren und der behaupteten Wirkung antrop. Medikamente dagegen) abgelenkt?
    Sie haben doch den Einwurf gebracht bei (richtigen!) Medikamenten gibt es Nebenwirkungen und XYZ und damit ein ein neues Feld eröffnet. Mit diesem Einwurf wollten Sie ablenken und zeigen, dass es bei den “richtigen” Medikamenten auch das ein oder andere zu verbessern gäbe. Das mag ja sein nur, dadurch fangen anthropos. Präparate auch nicht an zu wirken!
    Selbst die von Ihnen angeführte “pharmakritische” Quelle gibt an, dass es für Homöopathie und anthrop. Behandlung keine Wirkung über Placebo gibt.
    Sie haben auch Steiner ins Spiel gebracht, Marketing und behauptet anthrop. Behandlung wäre bei chron. Leiden besser – wenigstens impliziert das Ihre Formulierung – als die Medizin (zu den von mir aufgeführten chron. Erkrankungen – es lassen sich noch viele weitere Beispiele finden – konnten Sie allerdings nicht ein anthrop. Präparat nennen, das “besser” als Medikamente, geschweige denn überhaupt wirkt).
    Wenn ich nun ebenso verfahre, Ihnen antworte und andere Felder eröffne, werfen Sie mir ausufernde Repliken vor?
    Steiners Promotion ist für mich gänzlich bedeutungslos, ich habe nur auf die Fakten dazu verwiesen, das ist alles.
    Übertragen wir ‘mal die Anweisungen Steiners für die Medizin und Ihre Aussagen bezüglich chron. Erkrankungen grob vereinfacht auf den Brückenbau/Hausbau, dann wäre das ungefähr so, als ob man sagte, für den Bau von Brücken/Häusern, da sind die Schularchitekten und Schulbauingenieure/Schultragwerksplaner gut aber wenn es um die Sanierung von erheblichen Schäden bei Brücken/Häusern geht, dann sind sie nicht so gut wie die anthroposophischen Architekten und Tragwerksplaner. Steiner hat jetzt für die Sanierung spezielle Anweisungen für die Betonzusammensetzung oder andere Baumaterialien gegeben z.B. viel mehr Zuschlagstoffe und geriebenes Kuhorn im Beton. Man darf den Beton nur linksherum anrühren und auch das nur bei Vollmond und einer Konjunktion von Saturn und Jupiter. Dieser Beton sei dann besonders für die Sanierung von Brücken geeignet (für Häuser gibt es dann eine andere Rezeptur). Nun gehen die anthroposophischen Bauingenieure her und Sanieren Brücken nach Steiners Angaben – nur, jede davon stürzt nach kurzer Zeit ein.
    Nicht eine Brücke bleibt stehen. Bei Häusern, die mit anderen Anweisungen und Rezepturen Steiners behandelt wurden ist es gleich, Einsturz nach kurzer Zeit. Nach 85 Jahren der Anwendung von Steiners Beton- und Baustoffrezepten ist nicht ein Haus jemals stehen geblieben. Aber immernoch wird auf Seiten der anthroposophischen Bauingenieure und Architekten behauptet die Anweisungen Steiners funktionierten, schließlich wären die Bauwerke ja stehen geblieben, als man die Baustellen räumte. Andere Personen bestätigen das, sie haben mit eigenen Augen die Bauwerke stehen sehen. Also muss es doch funktionieren und wirken. Alle negativen Materialtests und zusammengefallenen Bauwerke können den Glauben an die Wirksamkeit der Anweisungen Steiners und das vermeintlich erfolgreiche Sanieren von Bauwerken nicht erschüttern.
    So läuft es analog in der anthrop. “Medizin” und keiner kommt auf die Idee die Anweisungen, die von einem Philosophen, der offensichtlich von Medizin, Physiologie und Pharmazie nicht die geringste Ahnung hatte, in Frage zu stellen. Wirksamkeitsbelege gibt es nur bei der “Schulpharmazie”, die ist allerdings dazu verpflichtet. Das alles mehr als 100 Jahre nach Thoms.
    Zur Ihrer Anmerkung Waldorfschulen seien ein großer Erfolg, müsste man erst einmal definieren, was darunter zu verstehen ist. Denn Granderwasser, Homöopathie und die Bildzeitung sind auch große Erfolge aber die ersten beiden sind wirkungslos und letztere “Informationslos” im weiteren Sinne.
    Wenn man den Erfolg der WS daran bemisst, wie viele “Arbeiterkinder” (für die war sie ursprünglich gedacht!) dort zu finden sind, so muss man feststellen, war sie bereits zwei Jahre nach Gründung erfolglos und ist es noch immer!
    Wenn man die Absolventestudie von Barz/Randoll hinzuzieht und Iwans Diagnose, dann schaut es auch nicht so toll aus mit dem Erfolg.
    Es stimmt immerhin, dass die Waldorfschulen überrannt sind – jedenfalls wenn man die Klassengrößen anschaut, zu viele Schüler in einer Klasse.
    Ansonsten bleibt zu bemerken, dass allein weil viele Menschen etwas machen es noch kein Beleg für irgendeine Qualität ist.
    Was den Wissensstand im Vergleich zu anderen Schulen anbelangt, bin ich mir nicht sicher aber soweit ich weiß, ist ein Schulwechsel von der WS auf eine Regelschule fast immer mit einer Rückstufung bzw. Wiederholung verbunden und das liegt nicht nur daran, dass sich der Stoff in der Chronologie unterscheidet. Manche Inhalte (z.B. in Naturwissenschaften) fehlen einfach.
    Zu Ihrer Replik bezüglich Lichtnahrung kann ich nur folgendes anmerken: bisher ist kein Säugetier bekannt, das längere Zeit ohne Nahrung auskommt (nicht Lichtnahrung!) – der Mensch eingeschlossen. Es ist kein Fall bekannt oder dokumentiert (zumindest nach sauberen Kriterien d.h. entsprechend überwacht) und dort wo irgendwelche Verrückten das versucht haben, war es nach dem Verbrauch der Körperreserven mit dem Tod zu Ende. Das gilt umso mehr für Trinkwasser oder Flüssigkeitszufuhr. Anthroposophen oder Yogi sind da keine Ausnahme. Jede gegenteilige Aussage ist Mumpitz, einfach nur lächerlich und geschmacklos den Hungerleidenden gegenüber. Wenn dabei etwas gut “beforscht” ist, dann, dass es nicht funktioniert!
    Abschließend bleibt mir noch zu bemerken, ich promoviere nicht mehr, ich war und bin nicht gezwungen als Proband an med. Studien teilzunehmen, es gibt Menschen, die machen das weil sie es wollen – genau wie Blutspenden, es gibt Arzneimittelstudien, die werden nur in Afrika durchgeführt, weil nur dort der Erreger verbreitet ist und ja, wenn ich wieder einmal Medizin benötigen sollte, dann werde ich richtige, wirksame Medizin in Anspruch nehmen.
    Sie können bei chron. Niereninsuffizienz oder Diabetes Typ1 ja gerne zu den anthrop. Mittelchen greifen aber nicht überrascht sein, sollte es nicht funtionieren.

    25. Okt. 2009 | #

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