Es war 1993, als der wundervolle Film Und täglich grüßt das Murmeltier herauskam. Bill Murray spielte darin einen Reporter, dessen Leben sich bei einer Außenreportage täglich wiederholt. So bekommt er aber die Chance, die anfangs spröde, bezaubernde Andie McDowell mit seinem zunehmenden Wissen über sie endlich zu verführen.
Mir ging es gestern abend so, als ich in der Autowaschanlage hinter mir einen Mann kennenlernte, der ebenfalls den vorgestern hier beschriebenen Frühabendhunger hatte und sich eine Tüte Chips reinzog. Es geschah dann Folgendes:
und auch das blieb nicht aus:
Wenn sich zwei Männer in dieser frühabendlichen Hungersituation begegnen, bringen sie einander Verständnis entgegen. Sie sind solidarisch. Als Jüngling auf der Insel Ischia musste ich in dieser Situation ein Stück Straßenpizza bestellen – es war im Juni 1975 – mit dem ich mich in die Landschaft zurückzog. Dort kam mir Franz Josef Strauss ganz alleine entgegen und wünschte mir “Guten Appetit”. ER wußte, wovon er sprach. Seitdem schätze ich ihn als lebensnahen Praktiker. Da fiel mein Blick auf die Wand neben dem Stammtisch der Weinstube Schmid:

Strauss war also auch hier gestrandet. Ein Knoblauchhendl ist einfach unwiderstehlich. Andie McDowell auch.
Und täglich grüßt das Murmeltier. Auch heute wieder?


naja, auch Frauen die öffentlich nur Salat mit Tofustreifchen essen, kriegen Hunger; vorzugsweise nachts, sie schleichen dann heimlich leise zum Eisschrank und futtern, nur der Hund der alles hört und weiß setzt sich dazu und fordert sein Teil. Woher ich das weiß? Von einem molligen Pflegehund, der mir mitsamt einem Sack fettarmen Trockenfutters und der strengen Order, dazu ja nur 1% Joghurts und Karottenstückchen zu füttern übergeben wurde und der mich dann nachts aufweckte, zum Eisschrank führte und schlau-erwartungsvoll zu mir aufblickte.
Erst in der zweiten Nacht kapierte ich, warum auch sein Frauerl, das doch immer nur wie ein Spatz aß, mollig war.
Wenn man arbeitet ist es schwierig ordentlich zu essen, die gemeinsamen Mahlzeiten verschieben sich in den späten Abend, man schläft schlecht, ist morgens zerschlagen, ißt nix zum Frühstück, tagsüber hat man keine Zeit…
in Indien wird das MIttagessen als wichtigste Mahlzeit angesehen, es wird zu Hause frisch zubereitet und den Vätern und Gatten ins Büro gebracht, dafür gibt es eigene Zusteller,
die – mit einfachen Mitteln und per Fahrrad – jedem Papa sein Pappa bringen. Aber dahin können wir natürlich nicht zurück.
Ihr blog mutet wie eine beeindruckend kreative Selbsterklärungs-und Rückgewinnungsunternehmung an,
möge sie gelingen!
20. Sep. 2009 | #
Danke! Es sind ja erst ein paar Wochen und ich werde heute (20.09.) anfangen, richtig Gas zu geben.
20. Sep. 2009 | #