Mir ist heute klar geworden, dass ein ernstzunehmender, echter Blog mit Alltagskonsistenz auch täglich erscheinen muß. Ansonsten würde das an Restaurants erinnern, die sagen, sie würden ja mittags öffnen, wenn sie wüßten, dass genug Gäste kämen, sie würden ja frischen Fisch kochen, wenn ich ihnen garantieren würde, dass er 10x bestellt wird.
Also: Ab jetzt komme ich täglich in Ihr/Euer Wohnzimmer (oder Büro?)!
Da ich nun zweimal über Hendl berichtet habe, füge ich gleich ein drittes Mal hinzu:
Man sieht dem Hendl und den Pommes Frites nicht an, dass sie völlig ungenießbar waren – allerdings stammten sie auch nicht aus der Weinstube Schmid in Ballrechten, sondern aus der Linde in……… Das Pils ging zur Not, wobei in der Regel das Brauereischild von Ganter eine Warnung vor schlechter Küche ausspricht, auf die man hören sollte. Bemerkenswerter war dagegen der Hinterhof der Gaststätte, der unter anderem eine Bibliothek und einen Spielplatz bereithielt (folgende Fotos):

Man darf auch sagen: Pflanzen werden in der Linde genauso gut behandelt wie Gäste.
Bevor man nun beginnt, Schadenfreude oder Häme zu empfinden, anstatt Mitleid mit diesen armen Gastwirten zu haben, die sich keine Zutaten, Pflanzen oder Bedienungen leisten können und die vielleicht froh sind, dass Ganter ihnen günstige Einkaufskonditionen für 50 Liter zehnmal verwendbares Fett besorgt, bevor also das Negative die Oberhand gewinnt, blicke man auf dieses Foto:

Es handelt sich um Geschwister einer offensichtlichen Patchworkfamilie, die im Hinterhof der Linde haust. Wie mir der Älteste erklärte, seien sie alle vier Afghanen. Ich bin mir da nicht so sicher, aber gerade die beiden, die ich nicht für Afghanen halte, tragen nun mal ein afghanisches Gewand. Dürfen wir vermuten, dass sie eingebürgerte Afghanen sind, sozusagen afghanisiert wurden? Auf jeden Fall sind sie auf dem Hinterhof der Linde tausendmal sicherer als in ihrer Heimat, wo deutsche Soldaten für Krieg Sicherheit und Aufbau sorgen und in der Schule die Kinder unterrichten, wie dieses Foto (der Dank für die Überlassung geht an unsere Bundeswehr) beweist:
Ich denke aber, dass wenn es unser Ziel sein sollte, afghanische Mädchen christlich zu unterweisenrichten, wir dieses kostengünstiger und effektiver auch mit Stipendien nach Deutschland und ohne Lehrer vor Ort erreichen könnten.




beeindruckend vorgeführte Nebenübung!
(als Ösi glaubt man ja die ganze BRD – außer Berlin – sei proper)
20. Sep. 2009 | #