Der kleine Park ist immer leer. Trotzdem pflegt ihn die Stadt. In ihm wird nicht randaliert. Am kühlen Herbstmorgen, nach dem ersten Nachtfrost, liegt er verwunschen zwischen den Mauern des Städtchens am Rande des Schwarzwaldes. Wir möchten sagen: Ein Bild aus einer anderen Zeit. Aber zu dieser Zeit war weder dieser, noch waren andere Parks öffentlich zugänglich. Sie waren Privatparks.
Baumriesen konnten sich so über Jahrhunderte entwickeln. Keine kriegsbedingte Brennholznot vermochte es, sie zu schleifen.
Kleine Schreine weisen darauf hin, dass dieser Park nun dem Volke gehört:
Der Spaziergänger hat sich warm verpackt, als er den kleinen Umweg über den Park wählte. Für einen Moment lehnt er sich an einen der Baumriesen, riecht den feuchten Tau und blickt in die Nebelschwaden, die vom Schwarzwald her heruntertreiben und sich dort im warmen Rheintal auflösen.
In diesem Moment fühlt man, dass einem diese Welt gehört, dass sie zum Geschenk gemacht wurde.





leere Parks gibts bei uns nur in den “guten” Vierteln, in denen die Leute eigene Gärten und Balkons haben; in unserem “schlechten” ist jedes bisserl Grün übernutzt; aber wenn man mehr Kontakt mit den Leuten hat und mit ihnen öfter spricht, verstehen sie, daß die Scherben der Wodkaflaschen gefährlich für Hundepfoten und Kinderfüße sind, daß Hundekotaufheben und Windelnnichteinfachwegschmeissen das Grün für alle grüner macht und daß die hier geborenen Jugendlichen auch unsere Kinder sind, für die wir uns bemühen müssen
29. Okt. 2009 | #