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1. Okt. 2009

Die Kunde vom Weg zur rechten Entscheidung, die Dezisionologie, ist der Schlüssel zum Wohlbefinden in einer nüchtern-rationalen Welt. Dies gilt nicht nur für beide Geschlechter, sondern auch für jene, deren Berufung und Broterwerb darin besteht, in eben dieser rationalen Welt hauptberuflich für das Irrationale zuständig zu sein. Dennoch drängen auch diese uns zu einer doch sehr rationalen, um nicht zu sagen profanen Entscheidung:

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 So leicht es für die betreffenden beiden Inhaber dieser Ämter sein mag, sich aufgrund dieser deutlichen Hinweise in jeder Hinsicht richtig zu entscheiden, so sehr wurde dabei vergessen, in welche Gewissensnöte wir, die keiner der beiden Gruppen angehören, durch diese Kennzeichnung geraten. In unserer Not parken wir gegenüber, um ja nicht in die Situation geraten zu müssen, einem der beiden das Amt zu rauben:20092009454        20092009453

 

Unsere Autos hätten auch Fragen für die Gläubigen aufgeworfen, die nicht in erster Linie theologischer Art gewesen wären; Fragen, die wir uns und ihnen als passionierte Kirchgänger ersparen wollten. Soweit also zur Entscheidungskundelektion für männliche Menschen, auch Männinen genannt.
Für Frauinnen sieht die postmoderne Entscheidungssituation ganz genau so aus:

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In Ermangelung von deutlich geschlechtsspezifisch beschilderten Parkplätzen und Statussymbolen für 100.000 Euro wird den weiblichen Wesen am Marktplatz die hier bebilderte Entscheidungssituation geliefert (Bild oben): Soll die Selbstverwirklichung mehr durch eine zwangsläufig ins Soziale mündende Tätigkeit, das Stricken, ausgeübt werden? Oder, so die Alternative auf der linken Seite, soll frau Italienisch lernen oder gar mit Der Erfolg ist in dir! vom Tupperware-Vorsokratiker Dale Carnegie “Die Wüstenblume” und alle Coelhos vom Nachttisch drängen? Oder muss gar Barbara Bradley (Ohallefs Vermächtnis) dafür sorgen, dass die fehlenden Kapitel zur bald bevorstehenden Heilpraktikerprüfung dem endgültigen Vergessen anheim fallen, was als ein Wink des Engels gedeutet werden könnte, doch einen anderen Weg zu gehen?
Wir wissen es nicht. Wir sind nur froh, dass es sowohl für Männer wie für Frauen so klare Entscheidungsgrundlagen gibt, dass eigentlich nichts schief gehen kann, oder?

3 Kommentare »

  1. Foersterliesel schreibt:

    großartig! danke!

    1. Okt. 2009 | #

  2. Jelle van der Meulen schreibt:

    Lieber Alexander Dill, mag deine Beiträge, Jelle van der Meulen

    2. Okt. 2009 | #

  3. ABu schreibt:

    Schönes Blog. Machen Sie sich bitte keine Sorgen, dass nicht allzu viel kommentiert wird. Das wäre auch nicht unbedingt ein Gütesiegel. Ich bin mir eigentlich sicher, dass es wahrgenommen wird, wirkt, unterhält und anregt. Ich habe auch bereits bei mir verlinkt.

    2. Okt. 2009 | #

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