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2. Nov. 2009

Sonntagabend in Basel ankommend, staune ich über die warme Luft und wie voll die Stadt ist. Die Straßenbahn fährt auch sonntags alle 10 Minuten. Ich sehe offene Supermärkte und werde unsicher: Habe ich mich im Tag vertan? Mir eingeredet, dass Sonntag ist? Öfters habe ich das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wo ich bin und welcher Tag es ist. Nein, es ist einfach nur Schweiz.

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Irgendetwas wird gefeiert, eine Kirmes im alten Stil mit Riesenrädern und Karussels. Mit Kindern und Zuckerwatte. Sogar den Tour Eiffel bietet die 170.000-Einwohner-Stadt auf, die mit 1100 Stiftungen mehr Stiftungen beherbergt, als drei deutsche Flächenbundesländer gemeinsam:

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Ich kaufe 100g heisse Maroni zu moderaten CHF 4,00.-: Sie sind köstlich weich und saftig. Im Vorbeigehen verdrücke ich noch Fast-Food, weil ich auf dem Weg in die Spätschicht bin.

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So verrinnt dieser milde Abend. Ehe ich auf Gedanken kommen kann, sitze ich bereits wieder in der Tramlinie 14, um zu meinem kostenlosen Parkplatz an der St. Albans-Anlage zu gelangen. Die Tram ist leer.

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Sie erinnert mich ein bißchen an Oslo und Stockholm.

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Komisch, dass ich in letzter Zeit Bilder von mir zeige. Viele Blogger vermeiden das wie die Pest. Aber ich blogge ja auch nicht, sondern berichte. Ich bin Fotoreporter.

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6 Kommentare »

  1. Foersterliesel schreibt:

    wie klein dimensioniert und sauber das Basler Tram ist !, hinter den Lichtern würde man wirklich nicht Basel vermuten, obwohl, vor vielen vielen Jahren sind ein Freund und ich einem kleinen Zirkus im Baselland nachgefahren (Ethnologen halt…); es war noch vor der Zeit der Zirkusschulen und ich hab heute noch eine Narbe am Bein vom heißen Auspuff des uralten Motorrads.

    Es ist doch schön daß die blogs so unterschiedlich sind wie die Menschen die sie betreiben, odr?

    3. Nov. 2009 | #

  2. Foersterliesel schreibt:

    oh, und der link zu den Appenzeller Sennhunden!
    bisher kennen wir nur die uuuneendlich liebenswürdigen Berner Sennhunde (die unter dem pannonischen Wiener Klima eigentlich leiden, wir hatten immer Gasthunde für den Sommer, wenn die Besitzer in den Süden verreisten; die Berner gruben sich eine Kuhle an einem schattigen Plätzchen unter einem Nadelbaum im Garten) und ein paar Schweizer Laufhund(Jagdhund)rassen, in der Kindheit gabs einen Bernhardiner Rüden, zweimal jährlich verschwand er ein paar Tage und die Bauern rundum waren dann zufrieden mit den Welpen und behielten doch ein paar von ihnen… wieviel schulden wir Menschen doch den Hunden!

    3. Nov. 2009 | #

  3. alexanderdill schreibt:

    @Forsterliesel: Es ist schön, dass die Blogs unterschiedlich sind. Haben Sie schon mal den Blog von Don Alphonso begutachtet, den ich verlinkt habe und in dem es oft um Antiquitäten und Süssspeisen geht? Ich wäre nur neugierig, einige der Blogger auch mehr als Figuren der Gegenwart zu sehen. Zu den Hunden: In der Wochenend-SZ war ein großes Interview mit Richard Gere zu Hunden, der sie als existentialistische Coaches betrachtete, und gestern las ich nochmal in Albert Speer’s Memoiren, wie sehr Hitler Blondi allen vorgezogen hat, was allerdings letztlich nicht so nützlich war. Offensichtlich war Blondi kein guter Menschen-Coach.

    3. Nov. 2009 | #

  4. Foersterliesel schreibt:

    ja, DonAlphonsos blogs kennen wir und mögen seinen Hang zur nachhaltigen Nutzung der Dinge; silberne Teekannen allerdings finde ich unpraktisch (man braucht, da sie klein sind, immer 2 Kannen um heißes Wasser nachzugießen). Mein eigenes blog habe ich zur Zeit stillgelegt; ich bekam in den Kommentaren versteckte links zu kinderpornographischen sites, nachdem ich eine Anzeige gegen meinen Nachbarn, ein Finanzberater des AWD übrigens, im blog erörtert hatte. Wir haben das Ganze dann auch mit Rechtsexperten, man kann ja nie genug Juristen kennen, besprochen. Es würde mich nicht wundern, wenn auch über DonAlphonsos blogs versucht würde “Foersterliesel” zu diskreditieren. Zum anderen geistert durch Michael Eggerts blog der Andreas Lichte, ein arbeitsloser DDR-Grafiker, der zeitweilig für den evangelischen Sektenbeauftragten werkte, diesen Job aber verlor und seither auf eigene Faust sehr aktiv versucht, die Anthroposophen als “rechts” hinzustellen. Im net treiben sich viele ungustiöse Figuren herum.
    Im Grunde mag ich natürlich alle Hunde, Schäferhunde hießen bei uns zu Haus aber immer Nazi-Hund, soviel zu Foersterliesel und “rechts”.
    Da Sie mein blog nicht kannten: ich bin Politologin, interessiere mich u.a. für vergleichende Religionswissenschaften und eben auch für die Anthroposophie.

    3. Nov. 2009 | #

  5. Maurulam schreibt:

    Oh, oooooohhhhhh! Das ist ja Basel!!! Und Sie haben die Herbsmesse besucht! Ja, dann sind Sie ja gerade ganz in der Nähe von Dornach? Kommen Sie uns noch besuchen?

    4. Nov. 2009 | #

  6. alexanderdill schreibt:

    @Marulam: Ich werde bald wieder in Basel sein und dann gerne mit der Tram – ist das die Linie 11? – nach Dornach hinaus fahren und Sie besuchen.

    6. Nov. 2009 | #

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