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	<title>Kommentare zu: Die Zeitchancen der Sonnenuhr</title>
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		<title>Von: Alexander Dill</title>
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		<dc:creator>Alexander Dill</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 08:59:26 +0000</pubDate>
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		<description>@Marulam: Ich bin vorgestern mit meinem Himmelsknaben vom Goetheanum nach Arlesheim ins Cafe gewandert (der kleine fuhr mit dem Dreirad durchs Goetheanum-Foyer und selten habe ich so negative Reaktionen von Älteren darauf gesehen) und habe unterwegs viele Couleurs von Rentnern gesehen: stolze und verzweifelte, kranke und gesunde. Einer, ein Realschullehrer, hat mich im schönen Cafe in Arlesheim angesprochen. Wenn ich ihre Nummer wüßte, könnte ich nächstes Mal anrufen, wenn ich in Dornach bin.
@Försterliesel: Es freut mich, von Ihnen mehr zu hören über die Zeitblase. Ich glaube allerdings, dass diese bereits 1958 begonnen hat, als Robert Jungck &quot;Die Zukunft hat schon begonnen&quot; schrieb und Galbraith &quot;The Affluent Society&quot; (Und Henry Miller?)  Die beiden waren damals ihrer Zeit darin voraus, dass sie nach den Mühen des Wiederaufbaues Anzeichen von Entspannung wg. Rationalisierung bemerkten; Anzeichen, die von hartnäckigen Trümmermännern bis heute geleugnet werden.
An beide: Ich bin derart viel unterwegs (nicht im Sinne von Kerouac), dass ich nicht so schnell lesen und antworten kann. Bitte verzeihen Sie dies. Meine laufenden Projekte, etwa http://www.commons.ch sind ja auch mit dem Thema engstens verbunden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Marulam: Ich bin vorgestern mit meinem Himmelsknaben vom Goetheanum nach Arlesheim ins Cafe gewandert (der kleine fuhr mit dem Dreirad durchs Goetheanum-Foyer und selten habe ich so negative Reaktionen von Älteren darauf gesehen) und habe unterwegs viele Couleurs von Rentnern gesehen: stolze und verzweifelte, kranke und gesunde. Einer, ein Realschullehrer, hat mich im schönen Cafe in Arlesheim angesprochen. Wenn ich ihre Nummer wüßte, könnte ich nächstes Mal anrufen, wenn ich in Dornach bin.<br />
@Försterliesel: Es freut mich, von Ihnen mehr zu hören über die Zeitblase. Ich glaube allerdings, dass diese bereits 1958 begonnen hat, als Robert Jungck &#8220;Die Zukunft hat schon begonnen&#8221; schrieb und Galbraith &#8220;The Affluent Society&#8221; (Und Henry Miller?)  Die beiden waren damals ihrer Zeit darin voraus, dass sie nach den Mühen des Wiederaufbaues Anzeichen von Entspannung wg. Rationalisierung bemerkten; Anzeichen, die von hartnäckigen Trümmermännern bis heute geleugnet werden.<br />
An beide: Ich bin derart viel unterwegs (nicht im Sinne von Kerouac), dass ich nicht so schnell lesen und antworten kann. Bitte verzeihen Sie dies. Meine laufenden Projekte, etwa <a href="http://www.commons.ch" rel="nofollow">http://www.commons.ch</a> sind ja auch mit dem Thema engstens verbunden.</p>
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		<title>Von: Foersterliesel</title>
		<link>http://www.anthroposophie-im-alltag.de/leben-im-alltag/2009/die-zeitchancen-der-sonnenuhr/comment-page-1/#comment-168</link>
		<dc:creator>Foersterliesel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 12:30:34 +0000</pubDate>
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		<description>schöne Bilder! aus den von Ihnen genannten Gründen haben auch die Mitglieder der Pariser commune die (mechanischen) Uhren attackiert.- - Sollte auch kein materielles Erbe Ihnen völlige Freiheit ermöglichen, so bekamen Sie doch ein kulturelles, daß Ihnen diese Distanzierung, die Selbgewißheit für verschiedene Gründungen und auch Verweigerungen ermöglicht. Nicht allen Leuten (z.B. den vielen unfreiwillig in eine Ich-AG Gedrängten) geht es so. -- Was das billig für sich arbeiten lassen betrifft: ich glaube es ist im städtischen Bürgertum am schlimmsten und besonders dort, wo es immer einen kolonialen Zustrom an billigen Arbeitskräften gab. So beruht der demographische Erfolg der Franzosen nicht nur auf de Gaulles politischer Weichenstellung nach 45 sondern auf der Verfügbarkeit billigster Kinderfrauen. Mit einer Freundin zusammen war ich vor langer Zeit einmal au pair und zum erstenmal in unserem Leben hungerten wir (wir bekamen als Hauptmalzeit ein Salatblatt mit einem halbierten halben Ei, das von Madame euphemistisch oeuf mimosa genannt wurde; wir hauten dann ab und mieteten mit ein paar anderen au pairs eine Wohnung und stellten fest daß alle oeuf mimosa oder ähnlich wenig gekriegt hatten, und wie viele arme alte einsame Dienstboten sich über die im Freien gelegenen escaliers de service unters Dach hinaufquälen mußten, wo sie mit einem Wellensittich in einem 2x4m chambre de bonne hausten).

Auch hier würden der mittelständische Haushalt und das Kleingewerbe ohne unterbezahlte Schwarzarbeiter nicht auskomen. Die slowakische Grenze und damit die slowakische Putzfrau und Pflegerin sind nah. Und die toughe Gründerin (PR, Journalismus, Nannyschule oder ähnliches) wird nicht davor zurückscheuen sich vom Arbeitsamt eine Studienkollegin bezahlen zu lassen, die bei ihr fronen soll, oder Jüngere mit vagen Versprechungen als Praktikantin zu mißbrauchen. Die Arbeitsgruppe, die Projektgemeinschaft, in der wohl auch gestritten, aber gleich bezahlt und gearbeitet wurde, sind fast völlig Vergangenheit: es war eine glückliche Zeitblase nach 68...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>schöne Bilder! aus den von Ihnen genannten Gründen haben auch die Mitglieder der Pariser commune die (mechanischen) Uhren attackiert.- &#8211; Sollte auch kein materielles Erbe Ihnen völlige Freiheit ermöglichen, so bekamen Sie doch ein kulturelles, daß Ihnen diese Distanzierung, die Selbgewißheit für verschiedene Gründungen und auch Verweigerungen ermöglicht. Nicht allen Leuten (z.B. den vielen unfreiwillig in eine Ich-AG Gedrängten) geht es so. &#8212; Was das billig für sich arbeiten lassen betrifft: ich glaube es ist im städtischen Bürgertum am schlimmsten und besonders dort, wo es immer einen kolonialen Zustrom an billigen Arbeitskräften gab. So beruht der demographische Erfolg der Franzosen nicht nur auf de Gaulles politischer Weichenstellung nach 45 sondern auf der Verfügbarkeit billigster Kinderfrauen. Mit einer Freundin zusammen war ich vor langer Zeit einmal au pair und zum erstenmal in unserem Leben hungerten wir (wir bekamen als Hauptmalzeit ein Salatblatt mit einem halbierten halben Ei, das von Madame euphemistisch oeuf mimosa genannt wurde; wir hauten dann ab und mieteten mit ein paar anderen au pairs eine Wohnung und stellten fest daß alle oeuf mimosa oder ähnlich wenig gekriegt hatten, und wie viele arme alte einsame Dienstboten sich über die im Freien gelegenen escaliers de service unters Dach hinaufquälen mußten, wo sie mit einem Wellensittich in einem 2&#215;4m chambre de bonne hausten).</p>
<p>Auch hier würden der mittelständische Haushalt und das Kleingewerbe ohne unterbezahlte Schwarzarbeiter nicht auskomen. Die slowakische Grenze und damit die slowakische Putzfrau und Pflegerin sind nah. Und die toughe Gründerin (PR, Journalismus, Nannyschule oder ähnliches) wird nicht davor zurückscheuen sich vom Arbeitsamt eine Studienkollegin bezahlen zu lassen, die bei ihr fronen soll, oder Jüngere mit vagen Versprechungen als Praktikantin zu mißbrauchen. Die Arbeitsgruppe, die Projektgemeinschaft, in der wohl auch gestritten, aber gleich bezahlt und gearbeitet wurde, sind fast völlig Vergangenheit: es war eine glückliche Zeitblase nach 68&#8230;</p>
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		<title>Von: Maurulam</title>
		<link>http://www.anthroposophie-im-alltag.de/leben-im-alltag/2009/die-zeitchancen-der-sonnenuhr/comment-page-1/#comment-167</link>
		<dc:creator>Maurulam</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 22:11:53 +0000</pubDate>
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		<description>Komisch. Seit ich mit Rentnern lebe, folge ich unbewusst auch der Sonnenuhr. Wir haben ja keine festen Zeiten, wann etwas gemacht werden muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Komisch. Seit ich mit Rentnern lebe, folge ich unbewusst auch der Sonnenuhr. Wir haben ja keine festen Zeiten, wann etwas gemacht werden muss.</p>
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