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10. Nov. 2009

Das Freiburger Staatsarchiv bietet ein sensationelles Foto der Ehrentrudiskapelle auf dem Tuniberg, das uns als Einstimmung auf diese Reportage dienen mag. Ehrentrud soll die Schwester des Heiligen Rupert (650 bis 718) gewesen sein, der wiederum als erster Bischof von Salzburg gilt. In einer anderen Heiligenlegende heißt es, sie habe das Salzburger Frauenkloster Nonnberg gegründet und sei bereits am 30. Juni 623 verstorben.
Ohne dies aufklären zu können, spazierte ich vom Golfplatz Tuniberg über Lieblings-Wege (mit Grasstreifen in der Mitte)…..

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…zu der Kapelle, die sich mir äußerst schottisch-keltisch-irisch gab:

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Schon immer gehörte es zur Dramaturgie von Kultstätten, sie erhöht gegen den Himmel zu präsentieren, weil durch die Sonnenstrahlen so eine Bühnenbelichtung zur Verfügung steht. Innen gewinnen Marienkapellen dadurch an Ausstrahlung, dass in ihnen Kerzen gestiftet werden; Zeichen einer Überschüttung Marias mit Bitten. Jede Kerze steht für eine Bitte. Die Kerzen umringen Maria.

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Ich begebe mich in dieses Kraftfeld mit dem festen Vorsatz, für nichts und niemand etwas zu erbitten. Ich habe nur zu danken und danke in diesem Fall vor Ort, also Maria: Heilige Maria, ich danke Dir für diesen Tag!

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Allerdings sieht man beim Danken nicht weniger lächerlich aus, als beim Bitten. Zu spät.

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4 Kommentare »

  1. Maurulam schreibt:

    Danke für diesen schönen Beitrag!

    11. Nov. 2009 | #

  2. Foersterliesel schreibt:

    der St.Sebastiansfriedhof (von der Linzergasse, gegenüber dem Tor zur Kapuzinerbergstiege, her zu betreten, wenn ich mich recht erinnere) ist ein besonderer Ort in der Stadt
    http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?tabID=3946&alias=WZO&lexikon=Tod&letter=T&cob=6494

    11. Nov. 2009 | #

  3. alexanderdill schreibt:

    Verehrte Foersterliesel! Der von mir sehr geliebte Sebastiansfriedhof, auf dem auch Paracelsus liegt, befindet sich aber nicht gegenüber der Kapuzinerstiege. Ich habe dazu vor 9 Jahren drei Bildserien gemacht: http://www.internetkloster.at/bildserien/serie2.html
    Im Juli dort (St. Sebastian) die Schatten zu sehen, vorher und nachher Grünen Veltliner trinken – die Höfe zu St. Loretto hin wurden wiederbelebt – ist ein vorweg genommenes Paradies. Übrigens wird in St. Sebastian am Sonntag seit 4 Jahren wieder die Lateinische Messe gelesen. Ich mag aber auch die ständigen Exzerzitien in St. Loretto am Ende des Hofes.

    12. Nov. 2009 | #

  4. Foersterliesel schreibt:

    danke für den link zu den schönen Bildern; ich war schon lange nicht mehr dort und hab den kleinen Friedhof mit der schönen gefliesten Grabkapelle Wolfdietrichs und dem Grab des Paracelsus als abgeschlossenen und von der Welt vergessenen Platz in Erinnerung

    12. Nov. 2009 | #

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