22. Sep. 2009
Ich gebe zu, dass meine Tätigkeit kaum zu erklären ist. Natalia (Bild unten) arbeitet an einer Analyse eines untergehenden Landes, aus dem sie stammt: Lettland, Litvia. Diese Analyse ist Teil eines Angebotes, das wir den Finanziers von Lettland unterbreiten, nicht die abwesenden, sondern die anwesenden Werte des Landes zu berechnen. Allein die Swedbank hat in Lettland 8 Milliarden Kronen verloren. Die Schweiz ist mit 59 Millionen CHF dabei. Lettland ist am Ende. Wir unterbreiten neue Ideen.

Phillip (Bild unten) sucht für mich jene Journalisten heraus, die den Bericht der Fitoussi-Stiglitz Kommission an Sarkozy vom 14. September kommentiert haben. Wir haben Hintergrundinformationen, dass dieser Bericht ein Täuschungsmanöver ist.

Bei den Hintergrundrecherchen stoßen wir auf eine zumindest meiner Ansicht nach sensationelle Meldung: Die schwedische Riksbank hat am 15. September wie schon oft eine Aktion für amerikanische Staatsanleihen in Höhe von 5 Milliarden Dollar durchgeführt. Der Bericht über die Auktion besteht aus einem einzigen Satz: “In dieser Auktion wurden keine Gebote abgegeben.” Dies bedeutet, dass die Vereinigten Staaten von Amerika bankrott sind. Dagegen ist die Lehman-Pleite der Bäcker um die Ecke.
Diese Meldungen gelangen nie zur dpa, zum Spiegel oder zur FAZ. Sie bleiben bei uns in den Insiderkreisen.

Wir sitzen in unserem Großraumbüro in Basel wie Millionen andere in Kuala Lumpur, New York, London und Paris. Wir sind an die Informationspipeline angeschlossen und verarbeiten Zahlen zu Texten, Texte zu Zahlen, reichern sie an, veröffentlichen sie.
Natalia und Phillip haben eine anthroposophische Ausbildung in Social Entrepreneurship gemacht und wohnen zur Zeit in Dornach. Nun bekommen sie einen Eindruck von der unendlichen Komplexität von Kommunikation und Kapital, erleben, wie Ministerien, Medien und Unternehmen sich bei uns melden, wie wir versuchen, unser Rädchen in diesem Getriebe am Laufen zu halten.

Es ist wirklich sehr schwer zu erklären, was wir hier eigentlich machen – obwohl wir davon überzeugt sind, dass es wertvoll ist.