Ich entsinne mich, 1965 noch Geschichten gehört zu haben, u.a. die Kinder von Bullerbü von Astrid Lindgren, aber auch Mark Twain (Tom Sawyer 1874: “Tom wässerte den Mund nach diesem Apfel, aber er stellte sich ganz vertieft in seine Arbeit”) den Gebrüdern Grimm, von Wilhelm Busch, in denen ein großer roter Apfel noch einen großen literarischen, ästhetischen und materiellen Wert darstellte. Er war ein begehrenswertes Gut, wert, ihn zu stehlen. Man kann daraus schließen, dass es auch ein Wert war, Äpfel anzubauen.
Die Äpfel mussten damals bewacht werden. Heute wäre der Besitzer froh, wenn Diebe ihm die Last der Äpfel abnähmen. Mühsam lädt er sie in seinen Anhänger, der von einem 5er BMW gezogen wird.
Sie gehen zum Schnapsen, der letzten traditionellen Nutzung dieses einstigen Wertgegenstandes. Apfelkompott? Apfelmus? Apfelkuchen? Sicher, die grossen Kühlhäuser ordern Lageräpfel, die es bis zum August gibt. Sortimente. Aber der Großteil der Äpfel erleidet doch eher dieses Schicksal:
Wie eine Installation sieht diese natürliche Verteilung des Fallobstes aus. Keine Tierwelt aus Igeln, Vögeln, Wespen und Würmern wird mit diesen Apfelmengen fertig. Keine Kinderscharen können die Tonnen von Äpfeln verzehren, die ihnen täglich von wohlmeinenden Erzieherinnen in die Wiege gelegt werden – es sei denn, die Kinder stürmen selbst die Apfelbäume, so geschehen am 19. September dieses Jahres.










